Ab 2027: Qualifikation zertifizierte*r Kinderschutzbeauftragte*r (SBZ.nrw)

KI-generiertes Bild: Eine vielfältige Gruppe Erwachsener arbeitet gemeinsam an Schutzstrukturen und Kinderschutz. Auf dem Tisch liegen Puzzleteile und Arbeitskarten zu Menschen, Beziehungen, Strukturen und Sozialraum.
Sozialräume e.V. KI-Bild

Kinderschutz braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen – und Strukturen, die ihnen dabei Sicherheit geben.

Ab Frühjahr/Sommer 2027 startet Sozialräume e.V. im Fachbereich Kindeswohl und Kinderschutz (KwuKs) die neue Qualifikation Kinderschutzbeauftragte*r. Die Qualifikation wird durch unser Sozialräume Bildungszentrum – SBZ.nrw durchgeführt und zertifiziert.

Sie richtet sich insbesondere an Menschen aus Vereinen und Sportvereinen, kleinen Trägern, Initiativen sowie Betreuungs-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, die Verantwortung für Kinderschutz übernehmen und Schutzstrukturen in ihrer Organisation stärken möchten.

Zwei Module – Person und Struktur zusammendenken

Modul 1 – Zertifizierte*r Kinderschutzbeauftragte*r umfasst 35 Stunden an fünf Tagen. Im Mittelpunkt stehen Kindeswohl und Kinderrechte, Gefährdungen, Haltung und Verantwortung sowie Wahrnehmungs- und Handlungssicherheit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Funktion selbst: Aufgaben und Rolle, Zuständigkeiten und Grenzen sowie die Einbindung in die Schutzstrukturen der eigenen Organisation.

Nach erfolgreichem Abschluss von Modul 1 erfolgt die Zertifizierung als Kinderschutzbeauftragte*r durch das Sozialräume Bildungszentrum – SBZ.nrw.

Modul 2 – Risikoanalyse und Schutzkonzept entwickeln umfasst weitere 20 Stunden. Die Teilnehmenden lernen, eine partizipative Risikoanalyse für die eigene Organisation vorzubereiten und durchzuführen und daraus ein alltagstaugliches Schutzkonzept zu entwickeln. Grundlage ist dabei auch unsere PRRP – Partizipative Ressourcen-, Risiko- und Potenzialanalyse.

Modul 2 ist keine Voraussetzung für die Zertifizierung als Kinderschutzbeauftragte*r. Beide Module werden jedoch auch als vergünstigtes 55-stündiges Gesamtpaket angeboten.

Praxisnah und auf die eigene Organisation bezogen

Die Qualifikation soll insbesondere kleineren Organisationen einen unmittelbar nutzbaren Mehrwert bieten. Deshalb werden Fachwissen, Praxisbeispiele, Reflexion und der Transfer in den eigenen Tätigkeitsbereich miteinander verbunden.

In Modul 2 wird dieser Ansatz besonders konkret: Die Teilnehmenden arbeiten an den Voraussetzungen und Strukturen ihres eigenen Vereins bzw. ihrer eigenen Einrichtung und beginnen auf dieser Grundlage mit der Entwicklung des eigenen Schutzkonzeptes.

Die Qualifikation kann auf Anfrage auch als Inhouse-Angebot durchgeführt werden. Bei erfolgreichem Abschluss erfolgt auch hier die Zertifizierung durch das Sozialräume Bildungszentrum – SBZ.nrw. Zugleich können die eigenen Strukturen und Rahmenbedingungen der Organisation stärker in den Praxistransfer einbezogen werden.

Teil der Qualifikationsreihe SoPaS

Beide Module gehören zur modularen Qualifikationsreihe SoPaS – Sozialraumorientierte partizipative Schutzabsicherung. Absolvierte Module können bei weiterführenden Qualifikationen der Reihe teilweise angerechnet werden.

Begleitet wird die Qualifikation außerdem durch zwei Fachbücher aus der Buchreihe Kinderschutzbücher.de. Die jeweils zugehörige Fachlektüre ist im Kurspreis enthalten.

Konkrete Termine, Veranstaltungsorte und Preise befinden sich derzeit in Vorbereitung und werden rechtzeitig veröffentlicht.

Menschen tragen Schutz – Strukturen sichern ihn ab.