KINDERSCHUTZ & SCHUTZABSICHERUNG

Kinderschutzbeauftragte*r

Kinderschutz braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen – und Strukturen, die ihnen dabei Sicherheit geben.

Ab Mai/Juni 2027 startet die neue Qualifikation Kinderschutzbeauftragte*r im Fachbereich Kindeswohl und Kinderschutz (KwuKs) von Sozialräume e.V.

Die Qualifikation richtet sich insbesondere an Menschen aus Vereinen und Sportvereinen, kleinen Trägern, Initiativen sowie Betreuungs-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, die Verantwortung für Kinderschutz übernehmen und Schutzstrukturen in ihrer Organisation stärken möchten.

ZERTIFIZIERT DURCH DAS SOZIALRÄUME e.V. BILDUNGSZENTRUM – SBZ.NRW

KI-generiertes Bild: Eine vielfältige Gruppe Erwachsener arbeitet gemeinsam an Schutzstrukturen und Kinderschutz. Auf dem Tisch liegen Puzzleteile und Arbeitskarten zu Menschen, Beziehungen, Strukturen und Sozialraum.

Kinderschutzbeauftragte*r sein – mit Klarheit und Handlungssicherheit

Eine benannte Funktion allein schafft noch keine verlässliche Schutzstruktur. Kinderschutzbeauftragte brauchen fachliche Grundlagen, ein klares Verständnis ihrer Rolle und Sicherheit darin, wie sie in unterschiedlichen Situationen verantwortlich handeln können.

Die Qualifikation verbindet deshalb Wissen über Kindeswohl und Kinderschutz mit Haltung, Reflexion und der konkreten Aufgabe innerhalb einer Organisation. Dabei geht es auch darum, die eigenen Zuständigkeiten und Grenzen zu kennen und zu wissen, wann weitere Fachlichkeit einbezogen werden muss. Kinderschutzbeauftragte sind dabei nicht automatisch insoweit erfahrene Fachkräfte und übernehmen nicht deren Funktion.

Das Wohl des Kindes

Kinderrechte, Kindeswohl, Gefährdungen und unterschiedliche Formen von Gewalt einordnen.

Sicher wahrnehmen

Beobachtungen, Signale und Mitteilungen angemessen aufnehmen und nächste Schritte kennen.

Rolle klären

Aufgaben, Zuständigkeiten und Grenzen als Kinderschutzbeauftragte*r verstehen.

Schutz mitgestalten

Kinderschutz in Strukturen, Zusammenarbeit und Organisationsalltag verankern.

Zwei Module – einzeln stark, gemeinsam umfassend

Die Qualifikation besteht aus zwei aufeinander abgestimmten und eigenständig buchbaren Modulen. Modul 1 qualifiziert für die Funktion als Kinderschutzbeauftragte*r. Modul 2 erweitert den Blick auf Risikoanalyse und die Entwicklung eigener Schutzstrukturen

Modul 1– zertifizierte*r Kinderschutz-beauftragte*r

35 Stunden

Im Mittelpunkt stehen Kindeswohl und Kinderrechte, Wahrnehmung und Einschätzung, Haltung und Verantwortung sowie die konkrete Rolle als Kinderschutzbeauftragte*r.

Dazu gehören unter anderem:

  • Aufgaben, Rolle, Zuständigkeiten und Grenzen
  • Gefährdungen, Signale und verantwortliches Handeln
  • Gesprächsführung und Dokumentation
  • Beteiligungs-, Beschwerde- und Ansprechwege
  • Prävention, Verhaltensstandards und Schutzstrukturen
  • Zusammenarbeit mit Verantwortlichen und externen Fachstellen
  • Handlungssicherheit und Transfer in die eigene Praxis

Modul 2 – Risikoanalyse & Schutzkonzept

20 Stunden | Aufbauqualifikation

Die Teilnehmenden lernen, für die eigene Organisation eine partizipative Risikoanalyse vorzubereiten und durchzuführen und aus den Ergebnissen ein passendes, im Alltag nutzbares Schutzkonzept zu entwickeln.

Grundlage ist dabei auch unsere PRRP – Partizipative Ressourcen-, Risiko- und Potenzialanalyse:

Ressourcen sehen – Risiken erkennen – Potenziale entwickeln.

Betrachtet werden Menschen, Beziehungen, Strukturen und der Sozialraum. Vorhandene Schutzfaktoren werden ebenso berücksichtigt wie Risiken und Entwicklungsmöglichkeiten. Auch externe Tätigkeitsorte und unterschiedliche Schutzstandards bei Kooperationen gehören zur Betrachtung.

Beide Module zusammen

55 Stunden | Modul 1 + Modul 2

Wer nicht nur die Funktion als Kinderschutzbeauftragte*r übernehmen, sondern zugleich Schutzstrukturen in der eigenen Organisation weiterentwickeln möchte, kann beide Module als vergünstigtes Gesamtpaket buchen.

So verbinden sich persönliche Handlungssicherheit und strukturelle Schutzabsicherung:

Ein besonderer Vorteil der Kombination: Die Inhalte aus Modul 1 können in Modul 2 unmittelbar auf die eigene Organisation übertragen werden. So entsteht aus der persönlichen Qualifikation zugleich ein konkreter Entwicklungsprozess für Verein, Einrichtung oder Initiative.

Modul 2 ist keine Voraussetzung für die Zertifizierung als Kinderschutzbeauftragte*r.


Modul 1 - Basis

Zertifizierte*r Kinderschutzbeauftragte*r

€ 590,00
  • 35 Stunden · Basisqualifikation
  • Zertifizierung als Kinderschutzbeauftragte*r
  • Rolle, Verantwortung & Grenzen
  • Wahrnehmen, handeln & dokumentieren
  • Zertifizierung als Kinderschutzbeauftragte*r
Umsatzsteuerfrei nach § 19 UStG
Mai 2027

Modul 2 - Aufbau

Risikoanalyse & Schutzkonzept

€ 390,00
  • 20 Stunden · Aufbauqualifikation
  • Ressourcen, Risiken & Potenziale analysieren
  • Partizipative Risikoanalyse (PRRP) entwickeln
  • Schutzstrukturen für euren Verein gestalten
  • Das eigene Schutzkonzept erstellen
Umsatzsteuerfrei nach § 19 UStG
Juni 2027

Modul 1 & 2

Kinderschutz & Schutzabsicherung

€ 880,00
  • 55 Stunden · beide Module
  • Zertifizierung als Kinderschutzbeauftragte*r
  • Risikoanalyse für die eigene Organisation
  • Eigenes Schutzkonzept weiterentwickeln
  • 100 € Paketvorteil
Umsatzsteuerfrei nach § 19 UStG
Juni 2027

Lernen, anwenden und in die eigene Organisation übertragen

Die Qualifikation verbindet Fachwissen mit der eigenen Praxis. Fallbeispiele, Austausch, Reflexion und konkrete Fragestellungen aus dem jeweiligen Tätigkeitsbereich unterstützen dabei, das Gelernte nicht nur zu kennen, sondern im eigenen Alltag nutzen zu können.

Bei Modul 2 geht dieser Transfer noch weiter: Ein wesentlicher Teil ist als Werkstatt für die eigene Organisation gedacht. Die Teilnehmenden können eine erste PRRP-Struktur entwickeln, vorhandene Unterlagen betrachten und mit der Grundstruktur ihres eigenen Schutzkonzeptes beginnen.

Wissen aufbauen

Fachliche Grundlagen schaffen und Zusammenhänge im Kindeswohl und Kinderschutz verstehen.

Rolle reflektieren

Die eigene Verantwortung, Haltung, Zuständigkeiten und Grenzen in den Blick nehmen.

Schutz im Alltag

An Situationen, Fragestellungen und Strukturen aus dem eigenen Tätigkeitsfeld arbeiten.

Transfer gestalten

Erkenntnisse auf den eigenen Verein, die Einrichtung oder Initiative übertragen und weiterentwickeln.

Termine & Teilnahme

Der Start der Qualifikation ist für Mai/Juni 2027 vorgesehen. Konkrete Termine, Veranstaltungsorte und Preise befinden sich derzeit in Vorbereitung.

Modul 1 | 35 Stunden |Basisqualifikation | Zertifizierung durch SBZ.nrw

Modul 2 | 20 Stunden | Aufbauqualifikation Risikoanalyse & Schutzkonzept

Gesamtpaket | 55 Stunden | Modul 1 + Modul 2 zum vergünstigten Paketpreis

Modularer Teil von SoPaS

Beide Module gehören zur Qualifikationsreihe SoPaS – Sozialraumorientierte partizipative Schutzabsicherung. Absolvierte Module können bei weiterführenden Qualifikationen der Reihe teilweise angerechnet werden.

Auch als Inhouse-Qualifikation

Die Qualifikation kann auf Anfrage auch als Inhouse-Angebot für Vereine, Sportvereine, Träger und Einrichtungen durchgeführt werden.

Dadurch können mehrere Menschen einer Organisation gemeinsam qualifiziert und Fragestellungen aus den eigenen Strukturen stärker in den Praxistransfer einbezogen werden.

Auch bei der Inhouse-Durchführung erfolgt nach erfolgreichem Abschluss von Modul 1 die Zertifizierung als Kinderschutzbeauftragte*r durch das Sozialräume e.V. Bildungszentrum – SBZ.nrw.

Interesse an der Qualifikation?

Termine, Orte und Preise werden derzeit vorbereitet. Wer sich bereits für die offene Qualifikation interessiert oder eine Inhouse-Durchführung besprechen möchte, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen.